Welche Bezirke sind gerade am günstigsten?
Median-Bruttomiete pro m² für Mietwohnungen, aus den Inseraten der letzten 30 Tage:
- Simmering: 18,9 €/m²
- Liesing: 19,2 €/m²
- Ottakring: 19,3 €/m²
- Rudolfsheim-Fünfhaus: 19,4 €/m²
- Penzing: 19,7 €/m²
Und welche sind am teuersten?
Für dieselben 60 m² zahlst du im teuersten Bezirk rund 470 € mehr im Monat als im günstigsten. Am meisten verlangen gerade:
- Innere Stadt: 26,7 €/m²
- Donaustadt: 25,4 €/m²
- Landstraße: 24,1 €/m²
Was die Zahlen bedeuten
Wir zeigen den Median: die Hälfte der Inserate liegt darunter, die Hälfte darüber. Ein paar Luxuswohnungen verschieben ihn kaum. Miete heißt bei uns immer Bruttomiete inklusive Betriebskosten und Umsatzsteuer, so wie du sie überweist. Alle 23 Bezirke mit Karte, Spannweite und Zimmerzahl findest du unter Mietpreise nach Bezirk.
Ein Bezirk kommt erst in die Rangliste, wenn mindestens 20 Inserate dahinterstehen; gerade sind es 23 von 23. Unterschiede von wenigen Cent pro m² sind Zufall, keine echte Reihenfolge.
Warum die offizielle Durchschnittsmiete niedriger ist
Laut Statistik Austria zahlten Wiener Haushalte in Hauptmiete 2025 im Schnitt 10,6 € pro m² inklusive Betriebskosten. Das ist deutlich weniger als die Mieten in den Inseraten, und beides stimmt.
Die Statistik mittelt alle bestehenden Mietverträge, auch Gemeindewohnungen, Genossenschaftswohnungen und Verträge, die vor Jahrzehnten geschlossen wurden. Inserate zeigen, was eine Wohnung kostet, die heute frei wird. Für deine Suche zählt die zweite Zahl.
Günstig und trotzdem schnell in der Stadt
Die günstigeren Bezirke liegen meist weiter draußen. Viele davon haben trotzdem eine U-Bahn: Die U1 fährt bis Oberlaa in Favoriten, die U3 bis Simmering und Ottakring, die U4 bis Hütteldorf in Penzing, die U6 bis Floridsdorf und bis Siebenhirten in Liesing, die U2 bis zur Seestadt in der Donaustadt.
Eine Wohnung zehn Gehminuten von einer U-Bahn-Station im Außenbezirk ist oft schneller im Zentrum als eine im Innenbezirk ohne gute Verbindung. Rechne die Fahrzeit zu Arbeit oder Uni mit, bevor du nur auf den Quadratmeterpreis schaust.
So sparst du zusätzlich
- Vergleiche die Bruttomiete, nicht die Nettomiete: Inserate mit nur der Nettomiete wirken günstiger, als sie sind.
- Prüfe ein konkretes Inserat mit dem Miet-Check gegen den Bezirk und die Wohnungsgröße.
- Achte auf die Provision: Seit Juli 2023 zahlt bei Mietwohnungen in der Regel, wer die Maklerin beauftragt hat, meist der Vermieter.
- Bei einer Befristung muss die Miete im Altbau mit Richtwert um 25 % unter der unbefristeten liegen.
- Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen sind deutlich günstiger, stehen aber kaum auf den Portalen. Für Gemeindewohnungen und einen Teil der geförderten Wohnungen brauchst du ein Wiener Wohn-Ticket.