Heim, WG oder eigene Wohnung: was passt zu dir?
- Studentenheim: ein möbliertes Zimmer, Strom, Heizung und meist Internet sind im Preis. Dafür ist das Zimmer klein, und es gibt Hausregeln. Gut für das erste Jahr, wenn du neu in Wien bist.
- WG-Zimmer: Küche und Bad teilst du, oft in einer großen Altbauwohnung. Wenn du schnell etwas brauchst, ist das der häufigste Weg.
- Eigene Wohnung: am meisten Ruhe, aber du zahlst die ganze Miete, die Kaution von meist drei Monatsmieten, Möbel, Strom und Internet selbst.
Was kostet ein WG-Zimmer in Wien?
Für WG-Zimmer verlangen Inserate in Wien gerade im Median 36,0 € pro m² Zimmerfläche, brutto (Stand 27. Oktober 2026). Das ist pro Quadratmeter mehr als bei ganzen Wohnungen (22,2 €), weil Küche, Bad und Vorraum im Preis stecken, aber nicht in der Zimmerfläche. Für den Monatsbetrag zählt deshalb vor allem, wie groß dein Zimmer ist.
Ganze Wohnungen sind gerade in diesen Bezirken am günstigsten: Simmering: 18,9 €/m², Liesing: 19,2 €/m² und Ottakring: 19,3 €/m². Die aktuellen Angebote findest du unter WG-Zimmer in Wien, neue kommen jeden Tag dazu.
Welche Regeln gelten im Studentenheim?
Für Studentenheime gilt nicht das Mietrechtsgesetz, sondern das Studentenheimgesetz, auch bei privaten Betreibern. Private Heime dürfen ihre Preise frei festlegen, gemeinnützige sind meist günstiger. Vergleich deshalb immer, was im Monatsentgelt enthalten ist. Die wichtigsten Regeln:
- Der Vertrag läuft 12 Monate. Im ersten Studienjahr bekommst du auf Wunsch 24 Monate, und das Heim muss dich darauf hinweisen.
- Danach wird er auf deinen schriftlichen Wunsch um jeweils 12 Monate verlängert. Das Heim kann dafür einen Mindest-Studienerfolg verlangen. Wenn du das Eineinhalbfache der vorgesehenen Studiendauer überschritten hast, hast du keinen Anspruch mehr.
- Du kannst zum Ende des nächsten Kalendermonats kündigen, außer dein Vertrag sieht eine längere Frist vor. Bei wichtigen Gründen gilt immer die kurze Frist.
- Die Kaution darf höchstens zwei Monatsentgelte betragen.
- Will das Heim dein Zimmer zum Reinigen oder Reparieren betreten, muss es das mindestens 48 Stunden vorher schriftlich ankündigen, außer bei Gefahr.
Wie bekomme ich einen Heimplatz?
Gemeinnützige Heimträger sind zum Beispiel STUWO, home4students, die Akademikerhilfe und die ÖJAB. Dazu kommen private Anbieter mit meist teureren Apartments. Bewirb dich bei mehreren gleichzeitig und früh: für das Wintersemester am besten schon im Frühling, für das Sommersemester bis zum Ende des Vorjahres. Austauschstudierende und Gastforschende finden über den OeAD eigene Angebote.
WG-Zimmer finden, ohne reinzufallen
- Kläre, ob du Untermieter:in bei der Hauptmieterin oder dem Hauptmieter wirst oder einen eigenen Vertrag mit dem Vermieter bekommst, und lass dir das schriftlich geben.
- Frag nach der Warmmiete inklusive Strom, Heizung und Internet und wie Nachzahlungen geteilt werden.
- Melde dich an der neuen Adresse an. Den Meldezettel brauchst du innerhalb von drei Tagen nach dem Einzug, auch in einer WG.
- Zahl keine Kaution und keine Miete, bevor du das Zimmer gesehen und einen Vertrag hast. Ein Vermieter „im Ausland“, der den Schlüssel per Post schicken will, ist fast immer Betrug.
- Eine Ablöse für Möbel ist nur in Ordnung, wenn die Möbel so viel wert sind.
Gemeindewohnung als Studierende:r: das Wohn-Ticket
Seit 22. September 2026 vergibt Wien Gemeindewohnungen und viele geförderte Wohnungen nach einem Punktesystem über das Wiener Wohn-Ticket. Voraussetzungen sind unter anderem: mindestens 18 Jahre, zwei Jahre durchgehend Hauptwohnsitz in Wien, ein passender Status (zum Beispiel österreichische oder EU-Staatsbürgerschaft, anerkannter Flüchtling oder Daueraufenthalt-EU) und ein Einkommen unter der Grenze.
Für Studierende gibt es zwei Bonuskriterien: 20 Punkte für eine Ausbildung mit mindestens 20 Wochenstunden (sie gelten noch sechs Monate nach dem Abschluss) und 50 Punkte als Jungwiener:in, wenn du unter 25 bist, noch keinen eigenen Hauptmietvertrag hast und höchstens zu zweit einziehst. Wer erst zum Studium nach Wien gezogen ist, hat die zwei Jahre Hauptwohnsitz aber oft noch nicht.
Öffis: die Jahreskarte Jugend statt Semesterticket
Seit 1. Februar 2026 ersetzt die Jahreskarte WIEN Jugend die Semesterkarte und die Ferien-Monatskarte. Sie gilt für alle unter 26, egal ob du studierst oder arbeitest, und kostet 2026 als digitale Karte 294 € und als Scheckkarte 300 €. Sie gilt 365 Tage in der Kernzone Wien, aber nicht für Fahrten zum Flughafen. Wohnst du an einer U-Bahn-Linie, kommst du damit auch aus den Außenbezirken schnell zur Uni.