Wo Wohnungen inseriert werden
Fast jede private Mietwohnung in Wien landet auf einem von fünf Portalen: willhaben (das größte), ImmoScout24, immowelt, derStandard Immobilien und für WGs WG-Gesucht. Viele Wohnungen stehen auf mehreren gleichzeitig, oft zu unterschiedlichen Zeiten. Studierende finden Heime, WG-Tipps und das Wohn-Ticket im Ratgeber zur Studentenwohnung.
Alle fünf mehrmals täglich von Hand zu prüfen, macht die Suche so anstrengend. Genau das übernimmt FlatDrop: Alle Portale werden etwa alle 10 Minuten geprüft, Doppelte zusammengeführt und nur Passendes geschickt.
Wann neue Wohnungen erscheinen
Laut unseren Daten gehen in Wien täglich rund 410 neue Mietinserate online. Die meisten erscheinen zwischen 9 und 19 Uhr; dann lohnt es sich, in Minuten antworten zu können.
Am Wochenende ist es ruhiger, aber die Wohnungen, die dann erscheinen, bekommen weniger Anfragen.
Was eine Wohnung gerade kostet
Die Median-Bruttomiete einer Wiener Wohnung liegt bei 22,2 € pro Quadratmeter (Stand 27. Oktober 2026). Eine typische 60-m²-Wohnung kostet damit rund 1.330 € im Monat inklusive Betriebskosten. Zwischen den Bezirken gibt es große Unterschiede; siehe Mietpreise nach Bezirk.
Vergleiche immer die Bruttomiete (inkl. Betriebskosten und Umsatzsteuer). Inserate mit nur der Nettomiete wirken billiger, als sie sind.
Weitere Zahlen, etwa wie lange Wohnungen online bleiben und wie sich die Mieten entwickeln, findest du in den Marktdaten.
Welcher Bezirk passt zu dir?
Am günstigsten mietest du gerade im Bezirk Simmering, am teuersten im Bezirk Innere Stadt. Billiger heißt aber nicht automatisch besser: Arbeitsweg, U-Bahn und Umgebung zählen genauso. Welcher Bezirk zu Budget, Studium oder Familie passt, erklärt der Ratgeber zum Bezirk wählen. Eine Rangliste zeigt die günstigsten Bezirke im Überblick.
Was du der Vermieterin schreibst
- Ein Detail aus dem Inserat, damit klar ist, dass du es gelesen hast (Balkon, Innenhof, Einzugsdatum).
- Wer einzieht, Job oder Studium und seit wann, und dass du die Miete zahlen kannst.
- Ab wann du einziehen und wann du besichtigen kannst.
- Unterlagen gleich anbieten: die letzten drei Gehaltszettel, Arbeitsvertrag oder Inskription, KSV-Auskunft, falls vorhanden.
- Kurz halten: fünf bis acht Sätze, höflich. FlatDrop schreibt dir diesen Entwurf.
Besichtigung: was du mitbringst
Komm mit einer vollständigen Mappe: Ausweis, die letzten drei Gehaltszettel oder ein anderer Einkommensnachweis, dein aktueller Meldezettel und, falls verlangt, eine KSV-Auskunft. Frag nach der genauen Bruttomiete, ob es Haupt- oder Untermiete ist, nach Kaution und Ablöse. Die ganze Checkliste steht im Ratgeber zur Besichtigung.
Warnzeichen und Betrug
- Befristung unter fünf Jahren, wenn ein Unternehmen vermietet, oder unter drei Jahren bei Privaten (Regel seit 2026).
- Hohe Ablöse für eine alte Küche, Möbel oder „den Schlüssel“.
- Provision für dich als Mieter:in (seit Juli 2023 zahlt meist, wer den Makler beauftragt hat).
- Kaution, Ausweiskopien oder „Reservierungsgebühr“ vor der Besichtigung, Eigentümer im Ausland, Schlüssel per Post, Zahlung über Airbnb oder Booking: Das ist Betrug. Nie vor Besichtigung und Unterschrift zahlen.
Den Mietvertrag prüfen
Bevor du unterschreibst, schau dir diese Punkte genau an:
- Dauer: Eine Befristung muss im Mietrechtsgesetz mindestens fünf Jahre laufen, wenn ein Unternehmen vermietet, drei bei Privaten.
- Höhe: Im Altbau ist die Miete gesetzlich begrenzt. Ist die Miete zu hoch, kannst du sie kostenlos prüfen lassen, auch noch nach dem Einzug.
- Indexklausel: Seit 2026 darf sie die Miete nur einmal im Jahr am 1. April erhöhen, und Inflation über 3 % zählt nur zur Hälfte (Mietpreisbremse).
- Kaution: Üblich sind bis zu drei Bruttomonatsmieten. Zahl sie erst nach der Unterschrift und nur auf ein Konto, das auf den Namen der Vermieterin oder des Maklers lautet.
Nach dem Einzug
- Melde dich innerhalb von drei Tagen an. Das geht kostenlos bei jedem Meldeservice in Wien oder online mit ID Austria.
- Fotografiere jeden Raum und halte Schäden in einem Übergabeprotokoll fest, das beide unterschreiben. So bekommst du die Kaution später leichter zurück.
- Prüfe jede Indexerhöhung: Sie darf nur am 1. April kommen.
- Vergleiche deine Miete im Miet-Check mit den aktuellen Inseraten in deinem Bezirk.
Gemeindewohnung, geförderte Wohnung, Wohnbeihilfe
Neben dem privaten Markt gibt es in Wien Gemeindewohnungen und geförderte Wohnungen. Für Gemeindewohnungen und viele geförderte Wohnungen brauchst du ein Wohn-Ticket, unter anderem mit mindestens zwei Jahren durchgehendem Hauptwohnsitz in Wien. Seit 22. September 2026 werden diese Wohnungen nach Bonuspunkten vergeben. Ist die Miete im Verhältnis zum Einkommen hoch, kann die Wohnbeihilfe helfen.
Neu in Wien oder aus der Ukraine?
Mit dem Ausweis für Vertriebene kannst du wie alle anderen eine Wohnung mieten. Welche Unterlagen helfen, wenn du noch keine lange Einkommensgeschichte hast, steht im Ratgeber für Menschen aus der Ukraine. FlatDrop schreibt deine Anfrage auf Deutsch und zeigt dir die Übersetzung.