Die Zahlen von heute
FlatDrop-Daten, Stand 30. Oktober 2026. Grundlage sind die Mietinserate aus den letzten 30 Tagen auf fünf Portalen, Doppelte über die Portale hinweg entfernt. Miete heißt immer Bruttomiete inklusive Betriebskosten.
- Median-Bruttomiete einer Wohnung: 22,1 € pro m², aus 12.561 Inseraten.
- Die mittlere Hälfte der Inserate liegt zwischen 18,7 € und 26,3 € pro m².
- Eine 60-m²-Wohnung kostet damit rund 1.320 € im Monat.
- Ein WG-Zimmer kostet im Median 35,4 € pro m² des Zimmers selbst.
Median oder Durchschnitt: was ist der Unterschied?
Der Durchschnitt (Mittelwert) zählt alle Mieten zusammen und teilt durch die Zahl der Wohnungen. Ein paar Penthäuser um 40 € pro m² ziehen ihn spürbar nach oben, obwohl kaum jemand so eine Wohnung sucht.
Der Median ist die Miete in der Mitte: Die Hälfte der Wohnungen ist billiger, die Hälfte teurer. Ausreißer verschieben ihn kaum. Deshalb zeigen wir den Median und dazu die Spanne der mittleren Hälfte. Wenn jemand von „durchschnittlicher Miete“ spricht, frag nach, was gemeint ist.
Brutto oder netto: was im Inserat steht
Die Nettomiete (Hauptmietzins) ist nur der Preis für die Wohnung selbst. Die Bruttomiete enthält zusätzlich die Betriebskosten, etwa für Wasser, Müll, Hausbetreuung und Versicherung, und die Umsatzsteuer, bei Wohnungen 10 %, sofern die Vermieterin sie verrechnet. Heizung und Warmwasser sind manchmal enthalten, Strom fast nie.
Manche Portale zeigen vor allem die Nettomiete. Solche Inserate wirken billiger, als sie sind. In unseren Zahlen zählen nur Inserate, die die Bruttomiete nennen; geschätzte Werte lassen wir weg. Vergleiche deshalb immer brutto mit brutto.
Steht im Inserat „Gesamtmiete“ oder „Miete inkl. BK“, ist meist die Bruttomiete gemeint. Steht nur „HMZ“ (Hauptmietzins) oder „Nettomiete“, rechne die Betriebskosten und die Umsatzsteuer dazu, bevor du vergleichst. Fehlen die Betriebskosten im Inserat, frag nach dem genauen Betrag.
Miete nach Bezirk
Zwischen den Bezirken liegen mehrere Euro pro m². Wir zeigen einen Bezirk erst, wenn mindestens 20 Inserate dahinterstehen, gerade sind es 23 von 23. Alle Bezirke mit Karte, Spanne und Zimmerzahl findest du unter Mietpreise nach Bezirk.
- Am günstigsten: Simmering (18,9 €/m²), Liesing (19,0 €/m²), Ottakring (19,3 €/m²).
- Am teuersten: Innere Stadt (26,7 €/m²), Donaustadt (25,4 €/m²), Landstraße (24,0 €/m²).
Warum die offizielle Durchschnittsmiete niedriger ist
Laut Statistik Austria zahlten Wiener Haushalte in Hauptmiete 2025 im Schnitt 10,6 € pro m² inklusive Betriebskosten. Das ist ein echter Durchschnitt, aber über alle bestehenden Verträge: Gemeindewohnungen, Genossenschaftswohnungen und Mietverträge, die vor zehn oder dreißig Jahren geschlossen wurden.
Inserate zeigen dagegen, was eine Wohnung kostet, die heute frei wird. Für deine Suche ist das die Zahl, die zählt. Die offizielle Zahl hilft eher beim Einordnen, wie viel günstiger ein alter Vertrag oder eine Wohnung im sozialen Wohnbau ist.
So rechnest du dein Budget
Nimm die Bruttomiete aus dem Inserat und leg Strom dazu, bei vielen Wohnungen auch Heizung und Warmwasser, wenn sie nicht enthalten sind. Frag nach, ob die Betriebskosten eine Akontozahlung sind: Dann kommt einmal im Jahr eine Abrechnung, die nachzahlen oder gutschreiben kann.
Rechne beim Einzug zusätzlich mit der Kaution, meist drei Bruttomonatsmieten, und bei einer Genossenschaftswohnung mit dem Finanzierungsbeitrag. Eine Provision zahlst du bei Mietwohnungen seit Juli 2023 in der Regel nicht mehr, wenn der Vermieter den Makler beauftragt hat.
Was die Miete einer Wohnung bestimmt
- Baujahr und Rechtslage: Für viele Altbauwohnungen begrenzt das Mietrechtsgesetz die Miete über den Richtwert, in freifinanzierten Neubauten ist sie frei vereinbar.
- Befristung: Im Altbau mit Richtwert muss eine befristete Miete 25 % unter der unbefristeten liegen. Mindestens 30 % der Inserate nennen einen befristeten Vertrag.
- Lage und Anbindung: Auch innerhalb eines Bezirks schwanken die Mieten stark, je nach Grätzl, Lärm und Weg zur U-Bahn.
- Ausstattung: Balkon, Lift, Erstbezug und Möblierung kosten extra.
Ist meine Miete fair?
Gib Bezirk, Größe und Bruttomiete in den Miet-Check ein: Er vergleicht dein Angebot mit den aktuellen Inseraten derselben Größe. Wie sich die Mieten über die Wochen entwickeln und wie schnell Wohnungen weg sind, steht in den Marktdaten.
Zahlst du in einer Altbauwohnung deutlich mehr als erlaubt, kannst du die Miete kostenlos bei der Schlichtungsstelle prüfen lassen. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Miete zu hoch. Wer erst sucht, sieht alle aktuellen Mietwohnungen mit Vergleich zum Bezirk auf einen Blick.